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01.11.2012, 09:49 Uhr | Lausitzer Rundschau / Jürgen Weser
Wichmanns Kampf gegen Schreiadler … und überhaupt
Filmheld und Landtagsabgeordneter Henryk Wichmann war in Finsterwalde zu Gast / Beeindruckt vom Wasserwerk
Seit zehn Jahren sitzt er für die CDU im Landtag. In der dritten Reihe. Regisseur Andreas Dresen hat ihn zum Filmhelden und bundesweit bekannt gemacht: Henryk Wichmann aus der Uckermark.

Gerade war Henryk Wichmann Gast beim Jauch-Polit-Talk in der ARD und hat es bis in die Wochenzeitung ,,Die Zeit" geschafft. Am Montag tourte er durch Finsterwalde und sah sich am Abend im Kino ,,Weltspiegel" selbst im Streifen ,,Herr Wichmann aus der dritten Reihe".

Fraktionskollege Rainer Genilke aus Finsterwalde hatte ihn in die Sängerstadt geholt. Beide arbeiten an der Lösung verkehrspolitischer Probleme im Land. So hat, wie im Film zu sehen, Genilke seinem Kollegen Wichmann geholfen, als die Züge im schönen Vogelsang zwar noch hielten, sich aber die Türen nicht mehr öffneten. Nun öffnen sie sich wieder. Ständig in Bewegung erlebten die Zuschauer den 34jährigen Juristen Henryk Wichmann im Film. Voller Unrast stürmt er durch den politischen Alltagswahnsinn und will den Menschen seines Wahlkreises Uckermark/Oberhavel helfen, ihre kleinen und großen Probleme zu lösen. ,,Ich will den Wahlkreis gut vertreten und dicht an den Menschen dran sein." Einer sein wie alle will er. So sieht man ihn den Nagel in seinem Wahlkreisbüro selbst in die Wand schlagen, durch die Dörfer tingeln und vom Bundeswehr-Panzer winken. Er kämpft gegen die Umwelt-Mafia, hört zu, wie über Hartz IVler geschimpft wird, posiert mit possierlichen Tierchen und führt einen erbitterten Kampf gegen den Schreiadler. Der verhindere nach dem Willen der Umweltschützer, auf die Wichmann in der Uckermark nicht gut zu sprechen ist, den Bau eines Radweges. Ununterbrochen kommuniziert Wichmann im Film, motzt schon mal während der Plenarsitzung gegen die Regierungsparteien (Bildungsministerin Münch hat Dresen als Wichmanns Lieblingsfeindin ausgemacht), um hinter den Kulissen pragmatisch parteiübergreifend zu verhandeln. Andreas Dresen zeigt in dem Film mit feiner Ironie das Politikerdasein auch in Kantine und Hinterzimmern und beim Volkstanz mit dem Roten Kreuz. Gute Miene machen heißt die Devise. Henryk Wichmann hastet durch Niederungen des Abgeordnetenlebens und scheint manchmal Kommunikation schon für ergebnisorientierte Politik zu halten. Auch in Finsterwalde lässt er kein Gespräch aus. Als Politiker mit Leib und Seele bezeichnet er sich. Gegen den schlechten Ruf der Berufsgruppe will er ankämpfen und zeigen: ,,Es gibt viele fleißige Wichmänner in Deutschland". Dass er in Finsterwalde auch aufrechnete, als Landtagsabgeordneter nach Abzug aller Aufwendungen gar nicht so viel zu verdienen, dürfte nicht bei allen Zuhörern gut angekommen sein.

Im Bundestagswahlkampf 2003 machte Regisseur Andreas Dresen Wichmann zum tragikomischen Helden. Er wollte einen Film drehen über einen Kandidaten, der ohne Chance um ein Direktmandat kämpft. Das passte Henryk Wichmann wunderbar. Dann klappte es mit der Politikerkarriere doch und Wichmann kam als Nachrücker in den Landtag. Von 2010 bis 2011 begleitete Dresen, zu dem er ein gutes Verhältnis habe, den umtriebigen und eifrigen jungen Politiker und dreifachen Familienvater noch einmal ein Jahr mit der Kamera und schuf einen bezeichnenden und manchmal entlarvenden Einblick in das mitunter allzu alltägliche Brandenburger Landtagsleben. Wichmann ist inzwischen Vorsitzender des Petitionsausschusses, er kümmert sich um Verbraucherschutz und in der Uckermark überhaupt um alles. Er gehört zur CDU-Franktionsspitze und sitzt im Kreistag. Bekannt ist er inzwischen wie ein bunter Hund, aber verändert habe ihn der Hype um seine Person nicht, beteuert er.

In Finsterwalde hat sich Henryk Wichmann einen Tag lang im Wahlkreis seines CDU-Kollegen Rainer Genilke umgeschaut, sich von der erfolgreichen Arbeit der Wohnungsgesellschaft überzeugt und Probleme aus der Verbraucherzentrale mitgenommen. Beeindruckt habe ihn der Besuch des Wasserwerkes von der Architektur und von der Technologie der Wasseraufbereitung her.

Wenn er weiter so unverdrossen kämpft, gern auch mal gegen Schreiadler, wird Herr Wichmann wohl bald aus der dritten Reihe aufrücken.

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